Vor dem Spiel nordete das Trainergespann um Tobias Heinecke und Lisa Stein ihr Team ein: Wir dürfen die ersten zehn Minuten nicht verschlafen! Gesagt, getan – die Sausemer Mädels kamen deutlich besser als gewohnt in die Partie und begegneten der SGH Waldbrunn/Eberbach von Beginn an auf Augenhöhe. Die Abwehr stand stabil und im Angriff blieb man flexibel. Über eine dynamische Lea Tabery auf Halbrechts und die Rückraumwurfgewalt von Anna Zahn konnte man immer wieder punkten. Über die Spielstände 3:3, 8:8 und 11:10 blieb das Geschehen völlig offen.
Zu viele einfach weggeworfene Bälle verhinderten jedoch eine eigene Führung, sodass Saase beim 14:11 in der 25. Minute die Auszeit zog. Das Einwechseln von Hannah Schmitt im Tor brachte sogleich den nötigen Rückhalt: Gleich zwei Siebenmeter samt Nachschuss entschärfte sie bravourös. Beim 16:14-Rückstand ging es schließlich in die Kabinen. Nach dem Wechsel wollten die Sausemerinnen die fehlende Spielerfahrung der neu zusammengestellten Mannschaft durch ein schnelles und simples Angriffsspiel wettmachen. Das zeigte Wirkung, denn im Eiltempo gelang der 16:16-Ausgleich. Bis zur 40. Minute ging die S3L beim 20:21 durch einen 5-Tore Lauf von Anna Zahn sogar kurzzeitig in Führung. Als Lenja Müller verletzungsbedingt pausieren musste, geriet der Angriff jedoch wieder etwas ins Stocken. Bis zur 49. Minute beim Stand von 27:26 blieb die Partie hart umkämpft, ehe den Gästen die Zielgenauigkeit ausgingen. Die Waldbrunner Torfrau parierte nun Serie um Serie, während die Gastgeberinnen im Gegenzug konsequent vollendeten. Auch eine späte Auszeit beim 31:27 brachte die S3L nicht mehr zurück in die Spur. Am Ende trennte man sich kampfreich mit 36:30. Bis zum nächsten Spiel gilt es nun, das Zusammenspiel weiter zu verfeinern und die technischen Fehler zu minimieren. [ms]
S3L: Schmitt, Schütz; Kling (2/1), Tabery (7), Weber, Berbar, Zahn (12/2), L. Müller (1), M. Stein, König, Mohr (5), Bürgy, Berner (2), Ritter (1), Pfenning